Im Herzen Blau-Weiß, das sind Menschen, die für den Verein brennen, darin aufblühen und eine besondere Verbindung zu Sport und Menschen erhalten.

In der Regel stecken oder steckten diese Köpfe in Funktionen, haben teilweise Jahrzehnte die Geschicke ihrer Gruppe, ihrer Abteilung oder des Vereins gelenkt. Köpfe, die für Werte und Gemeinschaft stehen, die zusammen halten und mit Besonnenheit und Stärke Anteil an der Weiterentwicklung des Vereinsgeschehen haben.

Auf all diese Köpfe sind wir außerordentlich stolz und wir wollen sie zeigen. Denn Sie verkörpern Orientierung, Ethik und Respekt auf allen Ebenen und sorgen für das positive Gefühl, welches den Verein trägt, sportliche Stunden positiv gestalten lässt und die Gemeinschaft immer wieder aufs Neue verbindet.

Abteilung Fußball Simon Ritz (zwztl. ausgeschieden), Marc FreundHakan Memis (zwztl. verstorben), Daniel Schlüter (zwztl. ausgeschieden), Manuel Schickgram, Mete Kara, Mark Schweizer, Steffen Freund, Markos Kastanis
 

Heute machen wir das Brüderpaar Freund voll! Nachdem Marc sich schon unseren Fragen gestellt hat, hat auch sein Bruder Steffen sich die Zeit genommen. Auch Steffen hat eine lange Sielminger Geschichte hinter sich. Außer einem unglücklichen Wechsel zum TSV Neckartailfingen spielt der Innenverteidiger bei unserem TSV. Leider war der Ausflug verletzungsbedingt recht schnell wieder vorbei.

Hallo Steffen,
Du bist stellvertretender Kapitän der ersten Mannschaft des TSV Sielmingen 1898 e.V. Leider wird momentan kein Fußball gespielt. Wir wollen daher die Chance nutzen, um Dich besser kennen zu lernen!
 
TSV: Wie geht es Dir und Deinen Lieben in dieser schweren Zeit?
Steffen Freund: Die Zeit ist natürlich sehr herausfordernd für alle. Dennoch weiß ich es zu schätzen, wie stark der Zusammen- und Rückhalt in meinem Bekannten- und Freundeskreis sowie in der Familie ist. Dementsprechend geht es allen gut, wofür ich sehr dankbar bin.
 
TSV: Beschreibe uns doch kurz Deinen fußballerischen Werdegang! Wie bist du hierher, zum TSV Sielmingen, gekommen?
SF: Seit ich 5 Jahre alt bin spiele ich beim TSV. Bis auf einen kurzen Abstecher bin ich diesem Verein seit über 20 Jahren treu geblieben.
 
TSV: Welche Ziele hast du noch für deine aktive Fußballzeit? Was hast du aus deiner Sicht vielleicht auch verpasst?
SF: Vor allem den Spaß nicht zu verlieren und das Gelernte auch an die nächste Generation weiterzugeben. Verpasst habe ich nichts. Ich habe immer in Mannschaften gespielt, bei denen der Spaß und Teamgeist im Vordergrund stand und steht.
 
TSV: Fehlt Dir Fußball momentan oder genießt du die Zeit ohne die zeitliche Extrabelastung auch ein bisschen?
SF: Der Fußball und die Mannschaftkollegen fehlen mir natürlich extrem. Als zeitliche Extrabelastung habe ich Fußball nie gesehen, sondern als Ausgleich zum Alltag.
 
TSV: Wie hast Du die letzten Wochen und Monate verbracht?
SF: Beruflich zumeist im Home Office. Durch Joggen und Workout halte ich mich einigermaßen fit. Bis auf ein paar Tagesausflüge war ja leider nicht mehr möglich.
 
TSV: Was wirst Du als erstes tun, wenn wir wieder in unseren normalen Alltag zurückkehren können?
SF: Mit den Jungs Fußball spielen und anschließend ein Bier zusammen trinken. Natürlich fehlt es mir auch, mal wieder in den Urlaub zu fliegen, essen zu gehen und Party zu machen.
 
TSV: Hast du noch ein paar abschließende Worte?
SF: Ich hoffe wir sehen uns bald wieder auf und neben dem Platz!

Vielen Dank für deine Zeit! Wir freuen uns, wenn wir uns wieder auf dem Fußballplatz sehen!

Im Fernseher ist großer Champions League-Abend. Die Amateure blicken auch den ersten Lockerungen entgegen. Wir haben den nächsten Spieler des TSV zum Interview gebeten. Hakan Memis ist privat im Familienglück, Fußball und seine Mannschaft fehlen ihm allerdings trotzdem sehr!

Hallo Hakan,
Du bist 2. Kapitän der 2. Mannschaft des TSV Sielmingen 1898 e.V. Leider wird momentan kein Fußball gespielt. Wir wollen daher die Chance nutzen, um Dich besser kennen zu lernen!
 
TSV: Wie geht es Dir und Deinen Lieben in dieser schweren Zeit?
Hakan Memis: Uns geht es recht gut. Wir versuchen die Zeit irgendwie zu überbrücken.
 
TSV: Beschreibe uns doch kurz Deinen fußballerischen Werdegang! Wie bist du hierher, zum TSV Sielmingen, gekommen?
HM: Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Bin seit 1998 in TSV Sielmingen. Damals, mit 5 Jahren, habe ich bei den Bambinis angefangen.
 
TSV: Welche Ziele hast du noch für deine aktive Fußballzeit? Was hast du aus deiner Sicht vielleicht auch verpasst?
HM: Ein Ziel habe ich noch und das ist meiner Mannschaft sowie unseren Coach Sven Lang und Mehmet Özdemir unter die Arme zu greifen. Ich habe in der Zeit nichts verpasst, denn man hat alles in Sielmingen erlebt, außer natürlich Profi zu werden.
 
TSV: Fehlt Dir Fußball momentan oder genießt du die Zeit ohne die zeitliche Extrabelastung?
HM: Ja Fußball fehlt mir sehr. Ich merke es auch langsam an meinem Körper. Da sind auf einmal mehr Rundungen vorhanden als je zuvor.
 
TSV: Wie hast Du die letzten Wochen und Monate verbracht?
HM: Teilweise mit arbeiten, bevor natürlich der große Lockdown kam und viele in die Kurzarbeit gerutscht sind. Sonst bin eigentlich viel mit essen beschäftigt 😆
 
TSV: Was wirst Du als erstes tun, wenn wir wieder in unseren normalen Alltag zurückkehren können?
HM: Definitiv wieder mit den Jungs auf den Platz stehen und in unserer Stammkneipe Cava mächtig feiern!
 
TSV: Hast du noch ein paar abschließende Worte?
HM: Bleibt alle gesund. Wir sehen uns auf dem Platz!

Vielen Dank für deine Zeit! Wir freuen uns, wenn wir uns wieder auf dem Fußballplatz sehen!

Anmerkung des Vereins
Das Interview wurde am 10.03.2021 veröffentlicht. Am 13.04.2021 verstarb Hakan schnell und plötzlich im Alter von nur 27 Jahren. Wir halten seine Worte in besonderen Ehren.

Heute ist großer Wahltag in Baden-Württemberg. Die Weichen sollen in Richtung Zukunft gestellt werden. Nach dem Gang zur Wahlurne hätten die Unterstützer des TSV Sielmingen heute nach Degerloch fahren können. Bei der FV Germania Degerloch stünde ein Doppelspieltag an. Gut möglich, dass Mark Schweizer heute auch in einem Kader der aktiven Mannschaften aufgetaucht wäre. Wenn man beim TSV an die Zukunft denkt, muss man zwangsläufig an den A-Jugendlichen denken. Mark hat einen riesen Entwicklungsschritt gemacht. Der Kapitän der A-Jugend des TSV ist bei beiden aktiven Trainern auf der Liste. Wir haben mal bei ihm nach seiner aktuellen Situation gefragt.

Hallo Mark,
Du bist Jugendspieler und Kapitän der A-Jugend des TSV Sielmingen 1898 e.V. Leider wird momentan kein Fußball gespielt. Dich trifft es in deinem letzten Jugendjahr natürlich besonders hart. Wir haben ein paar Fragen an Dich, um Dich besser kennen zu lernen!
 
TSV: Wie geht es Dir und Deinen Lieben in dieser schweren Zeit?
Mark Schweizer: Uns geht es soweit gut. Wir sind dankbar, alle gesund zu sein und versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen. Auch wenn man eingeschränkt ist, fällt uns trotzdem genügend ein, was man zusammen machen kann.
 
TSV: Du hast eine interessante Saison hinter Dir. Du bist momentan eigentlich in deinem letzten Jugendjahr, hast aber schon Erfahrungen in der zweiten und sogar in der ersten Mannschaft gemacht. Wie war dieses Jahr für Dich?
MS: Es war ein interessantes und tolles Jahr, in dem ich vor allem viele neue Menschen aus der ersten und zweiten Mannschaft kennengelernt habe und mich auch direkt in die Mannschaften integriert gefühlt habe.
 
TSV: Aufgrund der Einschränkungen fehlt Dir im Prinzip das letzte Jugendjahr. Was hast Du verpasst?
MS: Ich finde es ziemlich schade. Auch wenn man Anfang der Saison nicht ganz so erfolgreich war, hat es mir immer sehr viel Freude bereitet, in der Jugend zu spielen.
 
TSV: Wie soll es für Dich nach der Corona-Pause weitergehen? Wirst Du dem Fußball treu bleiben?
MS: Ja auf jeden Fall! Ich vermisse es einfach, jede Woche als Teil der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und auch die Trainingseinheiten fehlen mir und ich freue mich wirklich, wenn es nach Corona weitergeht.
 
TSV: Leider war in den letzten Wochen und Monaten kein Training möglich. Konntest Du trotzdem etwas Sport treiben? Was hast du stattdessen gemacht? Hast Du vielleicht auch ganz andere Hobbys entwickelt?
MS: Ja ich konnte mich relativ gut fithalten, anfangs mit Joggen, doch jetzt habe ich Gefallen an Workouts entdeckt und mache diese regelmäßig. Hobbys haben sich keine neuen entwickelt, aber ich konnte viel Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin verbringen.
 
TSV: Worauf freust Du Dich besonders, wenn wir wieder in unser gewohntes Leben zurückkehren können?
MS: Auf den Fußball, auf ein gutes Essen im Restaurant und vor allem auf alle meine Freunde.
 
TSV: Hast du noch ein paar abschließende Worte?
MS: Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund und ich freue mich, euch hoffentlich bald wieder auf dem Fußballplatz zu sehen.

Vielen Dank für deine Zeit! Wir freuen uns, wenn wir uns wieder auf dem Fußballplatz sehen!

Während heute Abend in der Champions League die Mannschaften um den Einzug in das Viertelfinale kämpfen, verschlechtern sich die Aussichten der Amateurfußballer auf eine Rückkehr auf den Platz wieder täglich. Die zweite Mannschaft des TSV Sielmingen dürfte mit der bisherigen Saison weniger zufrieden sein. So sieht es auch Markos Kastanis und ist selbstkritisch. Der variabel einsetzbare Defensivmann blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft, für sein Team und auch für sich. Außerdem wirbt er um Verständnis in der aktuellen Situation.

Hallo Markos,
Du bist Spieler der zweiten Mannschaft des TSV Sielmingen 1898 e.V. Momentan kündigen sich im Amateursport erste Lockerungen an. Vielleicht können wir bald der schönsten Nebensache der Welt wieder nachgehen. Wir möchten in der Zwischenzeit die Chance nutzen, Dich auch privat etwas besser kennen zu lernen.
 
TSV: Wie geht es Dir und Deinen Lieben in dieser schweren Zeit?
Markos Kastanis: Uns geht es Gott sei Dank gut. Wir probieren aber auch, uns so gut es geht an die empfohlenen und vorgegebenen Maßnahmen zu halten, auch wenn es oft schwerfällt.
 
TSV: Du bist momentan Spieler der zweiten Mannschaft beim TSV. Erzähle uns doch kurz, wie Du zum TSV gekommen bist und was unsere „Zweite“ so besonders macht!
MK: Zum TSV kam ich schon als kleiner Junge, zu den Bambinis, und habe auch, mit Ausnahme von drei Jahren, meine gesamte fußballerische Laufbahn hier verbracht. Die „Zweite“ ist für mich eine Familie! Es ist schwer zu beschreiben, wie wertvoll diese Mannschaft für mich ist. Wir haben ein gutes Kollektiv. Uns ist egal, wie du heißt, woher du kommst, an was du glaubst oder wen du liebst. In dem Moment, an dem wir gemeinsam auf dem Feld stehen, sind wir eins und können nur gemeinsam erfolgreich sein.
 
TSV: Wie hast Du Dich auf eine Rückkehr auf den Fußballplatz vorbereitet? Warst Du fleißig während der Auszeit?
MK: Ich habe Verschiedenes gemacht, angefangen vom gelegentlichen Joggen über Kraftübungen bis hin zu Beweglichkeits- und Stabilisierungstraining. Das ist aber nicht ansatzweise dasselbe wie mit dem Fuß die Murmel zu treten.
 
TSV: Welche Ziele hast Du persönlich im Fußball? Welche Ziele möchtest Du mit der Mannschaft realisieren?
MK: Wir sind uns in den paar Monaten, die wir in dieser Saison hatten, selber nicht gerecht geworden. Damit waren wir nicht zufrieden. Mein Ziel ist es diese Zwangspause als Reset-Button zu nutzen. Mit einer guten Vorbereitung ist für uns definitiv viel mehr drin. Ich möchte oben mitspielen. Persönlich decken sich meine Ziele mit denen der Mannschaft. Wenn es bei uns gut läuft, ist mein Ziel erreicht. Das Wichtigste ist, dass wir den Spaß beibehalten. Aber da mache ich mir bei der Truppe keine Sorgen.
 
TSV: Hast Du während der Fußballpause neue Hobbys für Dich entdeckt? Lässt sich der Fußball ersetzen?
MK: Nein, leider kann ich nicht wirklich sagen, dass ich neue Interessen entdeckt habe. Ich habe mal kurz probiert, eine Pflanze zu züchten, aber nicht mal das hat geklappt. Wird Zeit, dass es wieder losgeht.
 
TSV: Was hast Du in den letzten Wochen und Monaten vermisst? Ziehst Du auch positive Erkenntnisse und Schlüsse aus der Pandemie?
MK: Am meisten gefehlt haben mir meine Freunde, die Mannschaft, unsere gemeinsame Weihnachtsfeier beim TSV und einfach alles, was Spaß macht 😁 Aber ich habe es sehr geschätzt, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das ist mir sehr wichtig.
 
TSV: Hast du noch ein paar abschließende Worte?
MK: Ich wünsche jedem, dass er oder sie und die Familie gesund aus dieser Zeit kommen. Wir mussten sehr geduldig sein und müssen das wohl auch noch eine Zeit lang bleiben. Aber ich möchte daran glauben, dass es bald besser wird. Wir sollten aufhören, uns darüber zu streiten, was der Eine oder Andere für richtig hält oder welche Ansichten er vertritt. Am Ende schaffen wir das nur gemeinsam. Wir brauchen mehr Verständnis und Konsens. Hoffe, wir sehen uns bald auf dem Platz!

Vielen Dank für deine Zeit! Wir freuen uns, wenn wir uns wieder auf dem Fußballplatz sehen!

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