Markus Schunke ist seit fast einem Jahr der Vorstandsvorsitzende des TSV Sielmingen. Wie er mit der Arbeit zurecht kommt und was er am Verein schätzt, erzählt er im Interview.

 

Wie wurdest du Vorsitzender?

Faktisch durch die Mitgliederversammlung. Nachdem Horst Alber nach 28 Jahren als Vorsitzender signalisierte, nicht mehr weitermachen zu wollen, wurden über Monate hinweg viele Gespräche mit möglichen Nachfolgekandidaten geführt. Hieraus entstand eine Konstellation, die die Vereinsführung auf drei aktive Köpfe verteilt. Eine positive Herangehensweise, die viel Entfaltung versprach und Verantwortung attraktiv und einvernehmlich regelt. Dieser magnetischen Wirkung wollte ich mich nicht entziehen.

 

Was gefällt dir an deiner Aufgabe?

Verantwortung, Heterogenität und Pluralität. Für eine Gemeinschaft unserer Größe mit einer solch langen Geschichte zu stehen und diesen Verein verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen ist schon etwas Besonderes. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgabenstellungen: von Abrechnungsfragen, Budgetierungen, Investitionen und Entscheidungen mit langfristigen Wirkungen. Es sind Ideen, Innovationen und Weiterentwicklung gefragt. Auch sind Abläufe zu optimieren und neue Strukturen zu entwickeln. Das Zusammenfinden in Meinungen und Meetings, in Gremien, intern wie außerhalb, fordern Vieles ab, haben aber auch ihren Reiz.

 

Was bedeutet der TSV für dich?

Sport und Verbindung. Der TSV steht meiner Meinung nach für Tradition, für Generationen, für eine Breitensport- und Wertegemeinschaft. Er ist neben dem Schulsport der erste wichtige Bezug zum Sport im Leben. Im TSV spielte ich Handball, Fußball und Tischtennis. Aus der damaligen Zeit habe ich viele schöne Erinnerungen; sei es an sportliche Erfolge, an Mitstreiter, die zu langjährigen Kameraden wurden, an engagierte Trainer und emotionale Momente. Und ich nahm eine sportliche Grundorientierung mit, die mich bei vielen weiteren Sportarten begleitet hat und bis heute prägt.

  

Was ist das Besondere am TSV?

Vieles am TSV Sielmingen ist einfach besonders. Von den qualifizierten, erfahrenen Trainern, den im Ehrenamt engagierten Abteilungsleitern bis hin zur besonderen Lage und Ausstattung der Betriebsstätten. Und nicht zu vergessen, den besonderen Spieltrieb und Wettkampfeswillen unserer Sportler, die voller Enthusiasmus ihre Sportart betreiben.

 

Was für Menschen sind beim TSV aktiv?

Wir haben 6 attraktive Abteilungen mit einer Vielzahl an Ausprägungen. Unser jüngstes Mitglied ist 2 Jahre, das älteste 96 Jahre alt. Aktiv sind talentierte, ambitionierte und gesundheitsorientierte Sporttypen. Der TSV brachte Landes- und Bundeskämpfer hervor. Die größte Abteilung sind unsere Turner mit rund 800 Mitgliedern. Diese bietet neben dem Geräteturnen viele Spezialkurse an.  Zusätzlich finden unsere Sportler beim Karate, Fußball, Handball, Tennis und Tischtennis zusammen. Im Übrigen spielen Herkunft oder kultureller Hintergrund keine Rolle beim TSV. Sport verbindet Menschen.

 

Welche Ziele verfolgt ihr?

Zu den naheliegenden Zielen gehört, den Verein, seine Strukturen, seine Verpflichtungen und Abhängigkeiten kennenzulernen. Mittelfristig wollen wir effiziente Strukturen und Abläufe erreichen. Und langfristig einen Verein erschaffen, der in dieses Jahrhundert passt ohne im Trubel des immer hektischeren und von Arbeit und Bewegungslosigkeit überfüllten Alltags unterzugehen.

 

Warum sollte man Mitglied beim TSV Sielmingen werden?

Unsere Mitglieder erleben Bewegung, Spaß und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Sie erleben das gute Gefühl, etwas für sich und seinen Körper getan zu haben. Und sie erleben Freundschaften, die - und das zeigen außerordentlich viele positive Beispiele - ein Leben lang anhalten können. Oder anders formuliert: Über 1300 Mitglieder können sich nicht irren.

Update zur Coronakrise

Das Kultus- und Sozialministerium in Form des „Gemeindetag Lagezentrum Corona“ haben am 10.05.2020 im Rahmen der "Corona-Verordnung Sportstätten“ bekanntgegeben, dass am 11.05.2020 die Freiflächen der Sportanlagen unter Auflagen für den Übungs- und Trainingsbetrieb geöffnet werden können. Sport kann sodann in kleinen Einheiten, mit Sicherheitsabständen sowie mit Hilfe eines Infektionsschutzkonzepts stattfinden. Spiele wie auch der Hallensport sind bis auf Weiteres nicht möglich.

gez. die Vorsitzenden